Endlich dichtere Straßenbahnintervalle | Michael Karg

Nicht nur ich habe mich in den letzten Jahren oft über die viel zu langen Straßenbahnintervalle in Währing geärgert. Sondern auch täglich hunderte Straßenbahnbenützer*innen. Denn im September 2023 wurden die Intervalle der Währinger Straßenbahnen verschlechtert, auf die meiste Zeit des Tages im 10 Minuten Takt. Davor waren diese Taktzeiten deutlich kürzer, meist alle 7,5 Minuten.  Deswegen haben wir damals eine Unterschriftenaktion gestartet.

Insgesamt 850 Unterschriften zur Wiedereinführung von kürzeren Intervallen in Währing haben wir innerhalb kürzester Zeit gesammelt und  dann den Wiener Linien präsentiert. Nochmals ein großes Dankeschön an alle, die damals unterschrieben haben!

Lange hat sich nichts getan, aber mit Schulbeginn am Montag war es endlich soweit: Die Intervalle der Straßenbahnlinien 40 und 41 sowie des 41A wurden verdichtet.

Wochentags während der Schulzeit verkehrt die Linie 40 nun tagsüber statt bisher im 10 Minuten Takt wieder alle 7,5 Minuten, während der Frühspitze sogar alle 6 Minuten! Noch besser schaut es bei der Linie 41 aus, diese fährt tagsüber statt alle 10 nun alle 7,5 Minuten, in der Frühspitze sogar alle 4 bis 6 Minuten und in der Nachmittagsspitze alle 5 bis 6 Minuten. Dies stellt eine deutliche Verbesserung dar! Zum Einsatz kommen dabei zwar etwas kürzere Garnituren. Zusammen mit den verdichteten Intervallen erhöht sich trotzdem die Gesamtkapazität.

Dadurch werden die Straßenbahnen nicht mehr so voll sein, was die Fahrt auch angenehmer gestaltet. Diese Verbesserungen erleichtern den Alltag vieler Währinger:innen.

Gleichzeitig wird der Takt der Buslinie 41A von 20 Minuten auf 15 Minuten reduziert. Damit sind der Neustifter Friedhof und die Pötzleinsdorfer Höhe besser angebunden.

2 Menschen halten einen Zettel mit Unterschriften für bessere Straßenbahnintervalle

Wusstest du übrigens, dass rund ¾ aller Wege in Wien zu Fuß, mit dem Rad oder durch den öffentlichen Verkehr erledigt werden? Rückgrat ist ein gutes Netz von öffentlichen Verkehrsmitteln, das alleine etwa die Hälfte dieser klimafreundlichen Mobilität ausmacht. Je attraktiver diese Verkehrsmittel sind, desto eher lässt sich eine Steigerung der Nutzung als Teil der dringend notwendigen Verkehrswende erzielen, die seit einigen Jahren leider stagniert. Und ein wesentlicher Faktor für die Qualität des Öffi-Netzes ist das Intervall zwischen zwei Fahrten: je kürzer es ist, desto angenehmer ist die Nutzung. Freuen wir uns drauf!

Michael Karg
Bezirksrat und Vorsitzender der Mobilitätskommission