Bezirke
Navigation:
am 28. Mai 2017

Den Bäumen mehr Lebensraum geben

(Web Redaktion) - Um wachsen und gedeihen zu können, brauchen Bäume unter anderem genügend freie Bodenfläche. Das ist in Währing oft nicht mehr der Fall. Wir wollen das ändern und damit viele Bäume wieder zum Blühen bringen.

Neue Bäume: Gentzgasse
Alseggerstraße
Weitlofgasse

Bäume bilden einen ökologisch sehr wertvollen und sicherlich den effizientesten Aspekt für den städtischen Klimaausgleich. Sogar einzelne Bäume haben in der dicht bebauten Stadt eine hohe Bedeutung für das jeweilige lokale Kleinklima.

Durch vielfältige Stressfaktoren im städtischen Umfeld ist der Baumbestand in Wien und auch in Währing stark beeinträchtigt und kaum ein Baum erreicht sein natürliches Alter. Gerade im Straßenraum kann man vielerorts beobachten, dass schon ab Juli das Laub vertrocknet, die Bäume frühzeitig vergreisen und Jungbäume oft nicht anwachsen. 

Zu wenig Platz im Straßenraum.
Raum für gesundes Wachstum...

Im Bezirk sind wir uns der Situation sehr bewusst und setzen im Rahmen der Möglichkeiten bereits Maßnahmen. So haben wir nach der Einführung des Parkpickerls damit begonnen, Grünstreifen zu entsiegeln. Diese wurden in den letzten Jahrzehnten aufgrund des Stellplatzmangels vielfach asphaltiert, den Bäumen blieb deshalb viel zu wenig Platz, viele sind so regelrecht verdurstet.

In der Weimarerstraße und in der Colloredogasse gibt es bereits erste entsiegelte Grünstreifen. Die Stellplätze konnten hier (Dank des freien Raums durch das Parkpickerl) auf die Straße verlegt werden. Die Alseggerstraße und andere Straßenzüge werden folgen.  

Colloredogasse
...und Weimarerstraße

Nachpflanzungsprogramm

Wenn neue statt abgestorbener alter Bäume gesetzt werden, wird der durch Streusalz und Hundeurin belastete Boden ausgetauscht und nach Möglichkeit die Baumscheibe vergrößert. Das belastet das Budget des Bezirkes und mangels genug Geld wurde in den letzten Jahren ein enormer Rückstand bei den Nachpflanzungen im öffentlichen Raum angehäuft. Deswegen soll jetzt – mit Unterstützung der Stadt – in ein Nachpflanzungsprogramm investiert werden.​

Mehr Grün ins Grau

Mehr Bäume in wenig durchgrünte und dicht bebauten Teile von Währing zu bringen, ist die schwierigste Aufgabe die wir uns vorgenommen haben. Die Einbauten für die Versorgung mit Strom, Wasser, Gas, diverse Datenkabel und Abwasser sind leider ungebündelt und meist auf den ganzen Straßenquerschnitt verteilt. Es müssen für jeden Straßenbereich, in dem im Zuge der Straßeninstandsetzung Maßnahmen gesetzt werden, erst alle Einbauten im Detail erhoben werden, um Lücken für Baumstandorte zu finden. Erst wenn die Einbautenlücken mit der Straßengestaltung und überschaubaren Umbaukosten zusammenfallen, kann ein neuer Baumstandort entstehen. Dazu findet ein intensiver Austausch mit den Magistratsabteilungen statt.

Erste bereits realisierte neue Baumstandorte sind in der Gentzgasse beim Durchhaus und in der Weitlofgasse sowie in der Alseggerstraße.