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am 3. April 2020

Corona und Biodiversität

(Web Redaktion) - Auch die derzeitige Pandemie haben wir unserem rücksichtslosen Umgang mit der Natur zu „verdanken“. Die fortschreitende Zerstörung und unser Eindringen in natürliche Lebensräume fördert die Entstehung neuer Krankheiten.

Das SARS2-Coronavirus, das uns die derzeitige Pandemie mit der Covid-19 Erkrankung beschert, ist eine sogenannte Zoonose: Das heißt, der Virus kam ursprünglich in Tieren vor und ist dann auf den Menschen übergesprungen. Wahrscheinlich entstammt er Fledermäusen, die sich im Laufe der Evolution gut an Coronaviren angepasst haben. Wenn so ein Virus dann aber auf andere Träger überspringt die nicht daran gewohnt sind, kann er großen Schaden anrichten – so wie wir das gerade weltweit beobachten. Viele der Erreger von Epidemien der letzten Jahre – etwa Ebola, SARS oder HIV - stammen ursprünglich von Tieren. Auch viele andere Krankheiten, auch wenn sie von Mensch zu Mensch nicht weitergegeben werden, werden von Tieren übertragen, so zum Beispiel Malaria oder das Zika Virus.

Die Wahrscheinlichkeit für solche Übertragungen steigt, wenn wir natürliche Lebensräume zerstören oder in sie eindringen: Einerseits werden die Tiere gestresst und damit anfälliger für Krankheitserreger. Andererseits nehmen wir den Tieren ihren Lebensraum weg, sie suchen dann neue Lebensräume, die häufig näher an den menschlichen Siedlungen liegen. Jagd auf Wildtiere und Wildtierhandel fördert aufgrund des engen Kontakts zwischen Mensch und Tier ebenfalls das Überspringen von Viren auf Menschen. Zur Verbreitung unter uns Menschen trägt dann unsere globalisierte Wirtschaft bei.

Um künftige Pandemien zu verhindern, werden daher viele Stimmen laut, die ein Ende des Wildtierhandels fordern und stärkere Bemühungen zum Schutz der Biodiversität.

Wir haben euch ein paar Beiträge zu den Zusammenhängen zwischen der momentanen Corona-Epidemie und der Biodiversitätskrise zusammengestellt: