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am 22. Juli

Elektromobilität hat Zukunft

(Web Redaktion) - Um von den klimaschädlichen benzingetriebenen Fahrzeugen wegzukommen, muss Elektromobilität stärker gefördert werden.

In Währing werden bis Mitte 2018 fünf Ladestationen für E-Autos errichtet.

Der globale Klimawandel schreitet weiter voran. Umweltkatastrophen wie gleich mehrere Hurrikans in der Karibik und den USA im letzten Sommer, Überschwemmungen sowie Dürrekatastrophen sind ein Beleg dafür. Die seit 250 Jahren in Österreich durchgeführten Temperaturmessungen ebenso: Die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik hat Ende Dezember bekannt gegeben, dass 2017 zu den acht wärmsten Jahren der 250-jährigen Messgeschichte zählt. Der Sommer 2017 war gar der drittwärmste seit 1770. 

Eine der Folgen: Die Zahl der Tropennächte (das sind solche, in denen die Temperaturen nicht unter 20 Grad fallen) war über- durchschnittlich hoch. Betroffen waren vor allem die Wiener Innenbezirke, die über wenig Grün- und Wasserflächen verfügen und deshalb verstärkt mit dem Phänomen der Urban-Heat-Islands (urbanen Hitzeinseln) konfrontiert sind. 

Die EU hat sich erfreulicherweise zum Ziel gesetzt, die Treibhausgas-Emissionen bis 2030 um mindestens 40% gegenüber 1990 zu senken. Um diese Werte zu erreichen, müssen langfristig Fahrzeuge mit fossilen Verbrennungsmotoren aus dem öffentlichen und privaten Verkehr verschwinden. In Wien unterstützt die rot-grüne Stadtregierung diese EU-Strategie mit ihrer eigenen Smart-City-Strategie. Dazu gehört die Förderung der Elektromobilität. 

Bis Ende 2020 werden in Wien 1.000 neue E-Ladestellen errichtet. Damit entsteht im öffentlichen Raum ein Basis-Ladenetz für Elektroautos. Bis Mitte 2018 werden in jedem Wiener Gemeindebezirk – auch in Währing – fünf Säulen errichtet. Das sind in den nächsten Monaten insgesamt 230 Ladestellen mit jeweils 11 Kilowatt Leistung zum beschleunigten Laden. Die Errichtung der E-Ladestellen in Wien ist neben dem massiven Ausbau der Öffis ein weiterer wichtiger Baustein für umweltfreundliche Mobilität in Wien.

Entlang der folgenden drei Eckpfeiler kann der Ausbau von E-Mobilität weiter forciert werden:

Flächendeckend Ladestationen in P&R-Anlagen 

Pro Tag überqueren mehr als eine halbe Million PendlerInnen die Wiener Stadtgrenze. Rund 400.000 davon fahren mit dem Auto. Wir wollen, dass noch viel mehr Menschen auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen: Dafür braucht es Park & Ride-Anlagen, die ausreichend Elektroladestationen haben. Dann können Autofahrer/innen untertags in Wien auf Öffis umsteigen und haben am Abend wieder ein aufgeladenes E-Auto. 

Ausbau der Elektrobusse bei den Wiener Linien und Umrüstung des städtischen Fuhrparks 

Ein großer Teil der Öffis in Wien fährt derzeit bereits mit elektrisch betriebenen Fahrzeugen (Straßenbahn, S-Bahn, U- Bahn). Die meisten Busse fahren jedoch noch mit fossilen Treibstoffen. Nur auf kleinen Buslinien in der Innenstadt werden reine E-Busse im Testbetrieb verwendet. Wünschenswert wäre, dass langfristig gesehen (bis 2030) alle Öffis in Wien sowie der städtische Fuhrpark elektrisch betrieben werden. 

Wirtschaftsverkehr & Elektromobilität 

Auch der Wirtschaftsverkehr muss einen Beitrag zur Reduktion der Emissionen leisten, zum Beispiel, indem innerstädtische Verteilzentren für Waren eingerichtet werden. Das verkürzt Lieferwege und erleichtert die Zustellung per Lastenrad oder mit kleineren E-Fahrzeugen. ​