Bezirke
Navigation:
am 5. August

Die Gersthofer Straße beruhigen

(Web Redaktion) - Ein wichtiges Thema in Währing ist die unsichere Gersthofer Straße. Noch ist nicht viel passiert, aber im Hintergrund wird eifrig überlegt und geplant.

Die Gersthofer Straße ist seit ihrem Umbau vor 30 Jahren ein großes Sicherheitsproblem. Wir fordern bereits seit längerem Maßnahmen, die den Verkehr langsamer und die Straße sicherer machen. Doch leider geht das nicht so schnell, wie wir es uns wünschen würden. Woran liegt das? 

Das liebe Geld 

Ein zentraler Punkt ist die Finanzierung von Umbaumaßnahmen. Da die Gersthofer Straße eine große breite Straße ist, ist der finanzielle Aufwand hoch, den der Bezirk nicht alleine stemmen kann. Deswegen ist es notwendig, sich mit der Stadt Wien zu koordinieren. Erfreulicherweise plant diese, den Radweg vom Lidlberg bis zur Währinger Straße zu verlängern, was nicht nur größere Sicherheit für RadfahrerInnen bedeutet, sondern auch den Autoverkehr einbremsen wird. Die Fahrbahnen in diesem Abschnitt sind überbreit und laden daher geradezu zum Schnellfahren ein. Das Projekt wird voraussichtlich 2019 umgesetzt. Bis Ende August 2018 wird der Radweg bis zur Czartoryskigasse verlängert.​

Das Spurengewirr 

Eine andere Problematik findet sich auf der Strecke zwischen Währinger Straße und Gentzgasse, wo es nicht nur sehr viele Fahrspuren, sondern auch viele Bedürfnisse gibt: Einerseits die „Abbieger“ in die Herbeckstraße und Währinger Straße, andererseits den 10A–Bus, der nicht durch rückstauende Autos behindert werden soll. Was hier sinnvoll und möglich ist, überlegt derzeit die Agenda Gruppe „Lebenswertes Gersthof“ gemeinsam mit ExpertInnen. Ergebnisse sind nicht vor Herbst zu erwarten. Auch hier wird sich – falls Umbauten möglich sind – die Finanzierungsfrage stellen. 

Die Straßenbahn 

Der wohl schwierigste Abschnitt befindet sich zwischen Gentzgasse und Türkenschanzplatz. Gleichzeitig ist dies der wichtigste Bereich für Beruhigungsmaßnahmen, da hier die meisten FußgängerInnen unterwegs sind, die die Straße queren wollen. Auch wenn es sich verrückt anhört, so ist hier das größte Problem, dass die Gersthofer Straße nicht breit genug ist. ​

Am sinnvollsten wäre es, dass öffentlicher Verkehr (Linien 41 und 10A) und der Individualverkehr getrennte Spuren erhalten. 

Das geht sich nur leider in der Breite nicht aus: Vor allem in Fahrtrichtung stadtauswärts ist zwischen Straßenbahngleis und Baumreihe zu wenig Platz. Die einzige Lösung wäre eine komplette bauliche Neugestaltung inklusive Fällen der Bäume und ihrer Neupflanzung weiter innen – das wird aber wohl niemand wollen, und es wäre auch weder zulässig (Baumschutzgesetz) noch finanziell zu stemmen. 

Daher wird sich auch hier die Agendagruppe „Lebenswertes Gersthof“ mit den ExpertInnen kreative Lösungen einfallen lassen, wie trotzdem mehr Sicherheit in diesem Bereich erreicht werden kann. 

Erster Schritt 

Einen ersten Schritt wird es hoffentlich schon in diesem Jahr geben, und zwar in der angrenzenden Max-Emanuel-Straße: Dort soll beim Türkenschanzpark endlich ein zweiter Übergang vom Pensionistenheim zum Park entstehen, der das Queren für FußgängerInnen sicherer und einfacher machen wird. ​