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am 14. Februar

Sicher in die Schule kommen

(Web Redaktion) - Sichere Schulwege sind uns in Währing ein großes Anliegen. Damit möglichst viele Kinder alleine in die Schule gehen können.

Neue Vorrangregeln und die Niveauanhebung machen den Übergang Vinzenzgasse/Schulgasse noch sicherer

„Mama, Papa, ich will allein in die Schule gehen!“ ist ein Satz, der für jeden Elternteil Grund zur Freude sein sollte. Toll, dass sich das Kind den Weg allein zutraut, dass es so selbstbewusst ist und seine eigenen Erfahrungen machen will. Wie groß die Freude darüber tatsächlich ist, hängt allerdings stark von dieser Frage ab: „Wie oft muss bis zur Schule eine Straße überquert werden?“ Jede Mutter, jeder Vater kennt die Sorge, wenn das Kind das erste Mal alleine loszieht. Man schaut nach, mindestens so lange, bis es an der nächsten Ecke aus dem Sichtfeld verschwindet. Man denkt: „Ok, es wird nichts passieren. Wir haben ja lange geübt – zuerst links schauen, dann rechts, dann wieder links.“ Man hat dem Kind erklärt, wie weit ein Auto entfernt sein muss, damit es sicher die Straße queren kann, und es hat längst bewiesen, dass es gut aufpasst. Trotzdem: Die Sorge bleibt. 

Damit diese Sorgen der Eltern weniger werden können, machen wir in Währing die Schulwege sicherer: Wir schaffen mehr sichere Übergänge, verlangsamen den Autoverkehr und schaffen Elternhaltestellen, die das Autochaos direkt vor der Schule vermindern. All das ist in den letzten drei Jahren in Währing umgesetzt worden: Bei den Schulweg-Kreuzungen Alsegger Straße/ Ferrogasse und Lacknergasse/Währinger Straße wurden die Gehsteige vorgezogen. In Innerwähring wurde zur Erleichterung vieler Eltern auch auf den größeren Straßen wie der Gentzgasse und der Währinger Straße (dort wo keine Straßenbahn fährt), der Martinstraße und der Gymnasiumstraße Tempo 30 eingeführt. (Umso unverständlicher übrigens, dass es vielen noch immer als Kavaliersdelikt gilt, diese Vorschrift nicht einzuhalten.)

Elternhaltestelle Schulgasse für sicheres Aussteigen

Einen sicheren Schulweg und mehr Platz in den Pausen konnten wir nicht nur den Kindern in der Volksschule Schulgasse ermöglichen – ihr Vorplatz ist nun autofrei. Auch mehr als tausend weitere Schulkinder der umliegenden Schulen (Gymnasium Klostergasse, Neue Mittelschule sowie Gymnasium und Volksschule Schopenhauerstraße, Volksschule Lacknergasse und Antonigasse) profitieren auf ihrem Schulweg von der verkehrsberuhigten Schulgasse. In der Scheibenbergstraße wiederum wurde von der Bezirksvorstehung in Kooperation mit der Volksschule eine Elternhaltestelle eingerichtet. Eltern, die ihre Kinder unbedingt mit dem Auto bringen wollen, bleiben nun rund 50 Meter von der Schule entfernt stehen, die Kinder gehen von dort allein weiter – das verringert das Gefahrenpotenzial, das allmorgendlich vor vielen Schulen in den „ElterntaxiRushminutes“ entsteht. 

„Mama, Papa, ich will allein in die Schule gehen!“ Ein Satz, der Währinger Eltern nun ein bisschen weniger Sorgen macht als früher und für manche Kinder vielleicht auch neue Perspektiven eröffnet: Es wird an der nächsten Ecke auf seinen besten Freund/ Freundin treffen. Die beiden freuen sich, dass sie endlich ungestört und unbeobachtet von Eltern- oder Lehreraugen allein unterwegs sein können. Vor Schulbeginn eine kurze Zeit haben, wo sie ungestört zusammen sein und sich austauschen und die Welt herum entdecken können. Vielleicht geht vor ihnen gerade – wie jeden Tag um diese Zeit – die Frau mit dem Hund. Der Vater sagt immer: „Nein, wir bleiben jetzt nicht stehen, wir haben‘s eilig.“ Jetzt aber nützt das Kind die neu gewonnene Freiheit und fragt: „Darf ich den Hund streicheln?“ Es darf und wird mit einer kleinen Erfahrung reicher in der Schule ankommen. ​

Kürzere Querungen beim viel frequentierten Übergang Klostergasse/Schulgasse