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am 10. Jänner

Währings Grätzlzentren aufwerten

(Web Redaktion) - Ein Grätzlzentrum in Währing boomt: Der Kutschkermarkt. Zwei andere haben noch viel Potential, das wir heben wollen: Das Gersthofer Platzl und der Johann-Nepomuk-Vogl-Platz.

Gersthofer Platzl: hier kann mehr Platz für Schanigärten und Bäume geschaffen werden

Der öffentliche Raum ist wichtig für das gute Leben in Währing: Die Parks werden gerne genutzt, mit Währinger Straße und Gersthofer Straße gibt es zwei gut etablierte Geschäftsstraßen, die drei Währinger Märkte werden von ihrer jeweiligen Nachbarschaft und darüber hinaus geschätzt. 

Und doch gibt es Verbesserungspotenzial, denn der Gestaltung des öffentlichen Raums wurde in den vergangenen Jahrzehnten zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Mit der grünen Bezirksvorstehung hat sich das deutlich geändert: Aufenthaltsqualität durch Begrünung und Sitzgelegenheiten, sicheres Unterwegs-Sein besonders beim Zu-Fuß-Gehen und Radfahren, Förderung der lokalen Wirtschaft durch die Ermöglichung von Schanigärten sowie Unterstützung von Nachbarschaftsinitiativen wie Grätzloasen und Gemeinschaftsgärten – all das ist jetzt Thema.​

Micro Soccer – es tut sich was am Johann-Nepomuk-Vogl-Platz

Erstmals nutzt der Bezirk auch Planungs- und Förderinstrumente der Stadt. So haben wir in den letzten zwei Jahren von Fachleuten einen Entwicklungsplan für den öffentlichen Raum in Währing erstellen lassen: In einer Studie wurden Ist-Zustand und Potenziale von ExpertInnen erhoben sowie gemeinsam mit BewohnerInnen und anderen AkteurInnen im Bezirk Empfehlungen erarbeitet. 

Ganz oben auf der Liste stehen dabei zwei Orte: Das Gersthofer Platzl und der Johann-Nepomuk-Vogl-Platz. Beides Standorte von Märkten, beide mit dem Potenzial zum Grätzlzentrum, beide derzeit unter ihrem Wert geschlagen. Bei beiden existiert eine hohe Identifikation der Nachbarschaft mit dem Grätzl und der große Wunsch nach Aufwertung.

Marktfest am Johann-Nepomuk-Vogl-Platz

Am Johann-Nepomuk-Vogl-Platz wurde dieses Jahr mit einer Reihe von Veranstaltungen diesem Wunsch Rechnung getragen: Gebietsbetreuung und StandlerInnen organisierten mit Unterstützung des Bezirks ein vielfältiges Programm – von Pflanzentauschbörse bis Sommerkino, von Public-Viewing zur Fußball-WM bis Aktionen im Rahmen des KUNST.FEST.WÄHRING. Die Aktivitäten gehen nächstes Jahr weiter – gemeinsam mit den StandlerInnen prüfen Marktamt und Gebietsbetreuung gerade die Möglichkeit eines wöchentlichen Bauernmarkts – und parallel dazu werden Pläne zur besseren Gestaltung des Platzes entwickelt. 

Rund um das Gersthofer Platzl hat sich die Agendagruppe „Lebenswertes Gersthof“ nun ein Jahr lang mit Ideen zu einer Neugestaltung auseinandergesetzt – im Austausch mit interessierten BürgerInnen, Geschäftsleuten, ExpertInnen der Magistratsdienststellen und dem Bezirk. Aus den gesammelten Ideen wurde ein Plan-Entwurf entwickelt und im Spätherbst im Rahmen einer Info-Veranstaltung vorgestellt. Zentrales Element dabei ist eine Verbreiterung des Marktes Richtung Gersthofer Straße mit Bäumen und der Möglichkeit von Schanigärten. Damit das „Platzl“ endlich Platz bekommt. 

Bei beiden Projekten geht es jetzt darum, Möglichkeiten der Finanzierung und politische Unterstützung durch die anderen Parteien auszuloten. Wenn beides gelingt, dann hat Währing vielleicht in ein oder zwei Jahren zwei attraktive Grätzlzentren mehr, wo Menschen Freude haben, den öffentlichen Raum zu nutzen. ​