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am 3. Juni

Platz fürs Gehen

(Web Redaktion) - Die meisten Menschen gehen zu Fuß. Dafür brauchen sie möglichst breite und sichere Wege. Die Währinger Grünen haben das in den letzten zwei Jahren verstärkt zum Thema gemacht.

Mehr Platz für Zu-Fuß-Gehende in der Weimarer Straße: Der Gehsteig ist nun wieder um vieles breiter als vorher.

Gehen ist die in Österreich am häufigsten genutzte Mobilitätsform. 99,9% der Wienerinnen und Wiener gehen täglich zu Fuß, 39% legen fast täglich einen reinen Fußweg zurück. Das ist gut so, denn besonders für die kürzeren Strecken in der Stadt ist Gehen konkurrenzlos effizient: Ein gehender Mensch hat einen Flächenstundenbedarf von einem m2, ein mit einer Person besetzter PKW braucht in einer Stunde 371,3 m2. 

Von möglichst guten Bedingungen für das Zu-Fuß-Gehen in der Stadt profitieren nicht nur die schwächsten VerkehrsteilnehmerInnen – die häufigsten FußgängerInnen in Wien sind Kinder und Frauen über 60 – sondern alle: Zu Fuß gehen ist nicht nur gesund, es lässt auch mehr Platz für diejenigen, die auf andere Formen der Mobilität angewiesen sind. Darüber hinaus ist jeder Mensch, unabhängig von der sonst gewählten Form der Mobilität – immer auch zu Fuß unterwegs.

Ruheplätze in der Weimarer Straße
Sicher am Schulweg 

Seit es eine grüne Bezirksvorstehung gibt, wird in unserem Bezirk bei Umgestaltungen auch darauf geschaut, wie die Situation, wenn nötig, für die Zu-Fuß-Gehenden verbessert werden kann. Wichtig sind da vor allem Schulwege. Da wir in einem Bezirk leben wollen, in dem alle Eltern ihre Kinder sorgenfrei autonom in die Schule schicken können, müssen wir Gefahrenpotentiale auf Fußwegen zu Schulen entschärfen. 

Auch im Kinder- und Jugendparlament sind die unsicheren Schulwege jedes Jahr ein wichtiges Thema. Erhöht wird die Sicherheit zum Beispiel durch Gehsteigvorziehungen an Kreuzungen, durch die sich die Strecke zur Überquerung der Straße deutlich verkürzt. Das wurde bereits an den Kreuzungen Alsegger Straße-Ferrogasse und Lacknergasse-Währinger Straße umgesetzt. 

Gehsteigvorziehungen in der Lacknergasse/Währinger Straße bringen bessere Sicht beim Queren der Straße.
Bequem unterwegs

Neben konkreten Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit geht es beim Planen für das Zu-Fuß-Gehen auch darum, die Wege mit ausreichend Möglichkeiten zum Rasten auszustatten. Bänke in komfortablen Abständen geben Familien mit mit Kleinkindern oder älteren Menschen mit Gehhilfen Möglichkeiten zu Ruhepausen und erleichtern die notwendigen Unterbrechungen. Im Idealfall bieten Bäume im Sommer Schatten und verbessern die Luft. 

Diese Überlegungen waren – wie bereits im Bereich Weitlofgasse und Mollgasse – maßgeblich für die Neugestaltungen in der Weimarer Straße und der Abt-Karl-Gasse. Hier konnte die Wiederherstellung der ursprünglichen Gehsteigbreite mit dem Aufstellen von Sitzgelegenheiten und der Pflanzung von drei neuen Bäumen kombiniert werden. Wer jetzt in der schönen Jahreszeit unter dem neuen Baum sitzt, weiß: Eine fußgängerfreundliche Stadt ist eine lebenswerte Stadt.

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