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am 10. Jänner

Mehr Platz und Sicherheit fürs Zu-Fuß-Gehen

(Web Redaktion) - Fast alle Menschen sind hin und wieder zu Fuß unterwegs. Dafür brauchen sie ausreichend Platz und Sicherheit auf ihren Wegen. Wir bemühen uns, das bei unseren Vorhaben besonders zu berücksichtigen.

Kreuzgasse: Pflanztröge für die Fassadenbegrünung

Gründe, das Zu-Fuß-Gehen zu fördern, gibt es genug: Zu-Fuß-Gehen ist gesund. Zu-Fuß-Gehen macht keinen Lärm, produziert keine Schadstoffe und ist CO2-neutral. Und jeder kann es sich leisten. Kinder, die zu Fuß in die Schule gehen, werden früher selbständig und sind außerdem konzentrierter in der Schule. Ältere Menschen bleiben länger mobil, wenn sie ihre Wege zu Fuß erledigen können. 

Und deshalb haben wir auch dieses Jahr eine ganze Reihe von Maßnahmen fürs Zu-Fuß-Gehen gesetzt: 

Mehr Platz 

Gutes Zu-Fuß-Gehen braucht ausreichend Platz – so, dass Freundinnen auf dem Schulweg nebeneinander gehen und plaudern können, dass man auch mit je einem Kind rechts und links an der Hand Richtung Spielplatz spazieren kann. So, dass der Sohn seine schon gehbehinderte Mutter unterhaken und sie auf dem Weg zum Arzt stützen kann, dass Menschen mit einem Einkaufswagen, einem Rollator oder einem Kinderwagen einander gut begegnen können. ​

Breiterer Gehsteig vor dem Amtshaus

Wir haben in der neuen Währinger Straße die Gehsteige überall dort verbreitert, wo dies keine Einschränkung der Auto-Abstellmöglichkeiten mit sich brachte – gleich am Beginn vom Gürtel weg und dann nach der Hans-Sachs-Gasse Richtung Kutschkermarkt.

Besonders freut uns der nun mehr als doppelt so breite Gehsteig bei der Straßenbahn-Haltestelle vor dem Amtshaus – endlich kann man aus der Straßenbahn aussteigen und bequem zur Ampel vorgehen, ohne sich zwischen Hauswand, Pollerreihe und Entgegenkommenden durchzwängen zu müssen. 

Auch in der Kreuzgasse wurde Platz gewonnen: Zwischen Klostergasse und Lacknergasse waren die Gehsteige auf beiden Seiten viel zu schmal, die Parkspur ebenso – deswegen blieb früher auch die Straßenbahn so oft hängen. Weil’s nicht anders ging, musste auf die Parkspur verzichtet werden. Und das ermöglichte nun nicht nur breitere Gehsteige: Mit neuen Pflanzbeeten und einer Fassadenbegrünung, die im kommenden Frühjahr bepflanzt werden, konnte der große Wunsch der AnrainerInnen nach mehr Grün in der dort sehr grauen Kreuzgasse erfüllt werden. 

Und vor der Volksschule in der Schulgasse ist der jahrelange Wunsch von Eltern und Schule nach mehr Platz und mehr Sicherheit in Erfüllung gegangen. Wie schon bei anderen Schulen (z.B. Volksschule Bischof-Faber-Platz, Gymnasium Klostergasse und Haizingergasse) wurde der Bereich vor der Schule autofrei gestaltet und der angrenzende Park zur Schule hin geöffnet. ​

Mehr Sicherheit für SchülerInnen beim Queren der Schul- und Klostergasse

Mehr Komfort und mehr Sicherheit 

Ältere Menschen haben ganz oft zwei Wünsche: sicher über die Straße kommen, und hin und wieder eine Bank zum Ausrasten. Beides nehmen wir sehr ernst: So wurden in der neuen Währinger Straße sämtliche Straßenquerungen sicherer gemacht und neue Sitzmöbel aufgestellt, die auch von Eltern mit Kleinkindern und von Jugendlichen gerne genutzt werden. 

Die Ampel an der Martinstraße hat endlich Fußgängerampeln bekommen – worüber sich die Eltern von Schulkindern freuen, und eben auch Ältere, für die die Situation so leichter zu erfassen ist. 

Apropos Schulkinder: In der Schulgasse, wo jeden Tag an die zweitausend Kinder und Jugendliche unterwegs sind, wurden zwischen Lacknergasse und Martinstraße sämtliche Kreuzungen schulwegsicher und, weil die Schulgasse auch eine wichtige Radverbindung ist, fahrradfreundlich gestaltet. 

Rund um das PensionistInnenwohnheim Türkenschanze sind alle Gehsteigkanten so verändert worden, dass man mit dem Rollator nicht mehr hängen bleibt. Und die Querung zum Park ist mit einer neuen Verkehrsinsel viel leichter geworden. 

Mehr Rücksichtnahme 

Mit der Ausweitung von Tempo 30 in Innerwähring machen wir den Straßenverkehr für alle sicherer. Das funktioniert aber nur, wenn die, die gerade mit dem Auto unterwegs sind, sich auch daran halten und den Zeitverlust von wenigen Sekunden für die Sicherheit aller in Kauf nehmen. 

Kinder und ältere Menschen, die noch nicht oder nicht mehr so sicher unterwegs sind, Zu-Fuß-Gehende und Radfahrende sind besonders verletzlich, weil sie keine Knautschzone haben. Auch wenn es nicht immer gleich zu einem Unfall kommt: als gefährlich erlebte Situationen machen Angst und schränken die Lust auf selbständige Mobilität ein. 

Wenn wir wollen, dass Kinder und ältere Menschen selbständig und sicher unterwegs sein können, dann müssen wir aufeinander achten und Rücksicht nehmen – so, als würde gleich unser eigenes Kind über die Straße wollen. ​