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am 8. Juni

Mehr Platz und mehr Sicherheit für Kinder

(Web Redaktion) - Schule, Elternverein und Kinder freuen sich auf den autofreien Schulvorplatz in der Schulgasse.

Die Schulgasse ist zwar eine wenig befahrene Straße, doch sie ist breit und die Autofahrenden daher eher schnell unterwegs. Kein Wunder, dass sich schon Generationen von Eltern Sorgen machten und sich um eine Lösung im Sinn der Kinder bemühten.

Dazu kommt, dass Volksschule Schulgasse, Gymnasium Schopenhauerstraße und einige Kindergruppen im eigenen Bereich wenig Freiraum haben und deswegen den Schubertpark mitbenützen. In jedem Kinder- und Jugendparlament gibt es Wünsche für mehr Spielgeräte und Sitzgelegenheiten im Park, mehr Möglichkeiten sich auszutoben – der Platz für mehr ist derzeit schlicht nicht vorhanden.

Bezirksvorsteherin Silvia Nossek hat diese Sorgen und Wünsche endlich aufgegriffen und vor einem Jahr einen partizipativen Planungsprozess zum Schulvorplatz gestartet.

Wie schon bei anderen Schulen (z.B. Volksschule Bischof-Faber-Platz, Gymnasium Klostergasse) stand am Anfang die Idee, den Bereich vor der Schule autofrei zu gestalten und den Park zur Schule hin zu öffnen. Diese Idee wurde unter Einbeziehung der umliegenden Schulen, von AnrainerInnen, Gewerbetreibenden und ParknutzerInnen sowie den zuständigen Dienststellen der Stadt diskutiert und in mehreren Schleifen die Planung entwickelt.

Parallel dazu wurden Verkehrszählungen durchgeführt, um die Auswirkungen einer autofreien Gestaltung des Schulvorplatzes abschätzen zu können. Das Ergebnis: Der Autoverkehr durch diesen Teil der Schulgasse ist relativ gering, die Verlagerungseffekte werden überschaubar sein.

Auf dieser Basis haben GRÜNE und SPÖ nun die Umsetzung der so erarbeiteten Variante beschlossen – gegen die Stimmen von ÖVP, FPÖ und NEOS. Die Gestaltung im Park wird bis Jahresende abgeschlossen sein.

Die Freude der Schule, des Elternvereins, der Kinder über den neuen Schulvorplatz ist groß – über mehr Sicherheit und vor allem mehr Platz für alle, die im Park spielen oder ihn anderweitig nutzen. In einer Gegend Währings, die relativ wenig nutzbaren Freiraum hat, ist jeder dieser zusätzlichen Quadratmeter ein Gewinn.

Was wird neu rund um die Schule?

Der Bereich vor der Volksschule wurde über die gesamte Länge des Schulgebäudes als autofreie Aufenthaltszone gestaltet.

Der oberste Bereich des Schubertparks – bisher eine nicht nutzbare Böschung mit Sträuchern – wird spielerisch und als Freiluftklasse nutzbar. Bei Nachfrage gibt es außerdem eine Fläche für einen Gemeinschaftsgarten. Die Wegführung von der Weimarer Straße durch den Park und über die Schulgasse wird wesentlich verbessert.

Der Rest des Blocks bis zur Teschnergasse ist nun Sackgasse und eine Wohnstraße. Damit gibt es dort weiterhin Parkplätze; Zu-Fuß-Gehen auf der Straße sowie die Durchfahrt für den Radverkehr sind erlaubt. Die Wohnstraße Leitermayergasse wurde aufgehoben, die Einbahnführung umgedreht. An der Ecke zur Schopenhauerstraße wird ein Baum gepflanzt.

Im Anfahrtsbereich zur Schule wurde auf beiden Seiten einen Häuserblock entfernt jeweils eine „Elternhaltestelle“ eingerichtet, damit Elterntaxis die Kinder schon dort aussteigen lassen und so der Bereich vor der Schule großflächiger verkehrsberuhigt ist.