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am 3. Mai 2020

Für ein lebenswertes und sicheres Gersthofer Platzl

(Web Redaktion) - Gersthof ist seit vielen Jahren Monikas Zuhause. Hier sind ihre Kinder in die Schule gegangen, hier engagiert sie sich in der Pfarre, hier kennt sie ganz viele Nach­barInnen. Sie fühlt sich wohl in diesem Grätzl – und eigentlich gibt es nur eines, dass sie wirklich stört: dass die Gersthofer Straße immer noch so eine Autorennbahn ist.

Auf ihrem Weg in die Arbeit muss sie täglich am Gersthofer Platzl umsteigen. Und jedes Mal ärgert sie sich über die­sen unsicheren und ungemütlichen Ort: Der Autoverkehr rast vorbei, viel zu we­nig Platz für die vielen Menschen, die hier unterwegs sind, einkaufen, umsteigen. Regelmäßig beobachtet sie ältere Men­schen, die sich bei den langen Querungen über die Gersthofer Straße schwertun, rechtzeitig die andere Seite zu erreichen.

Und wenn sie vom Markt zum Billa in der Gentzgasse hinübergeht, um auf dem Weg nach Hause noch schnell einzukaufen, hat sie nicht erst einmal Kindern oder Älte­ren beim Überqueren der Straße geholfen – so unübersichtlich ist es dort.

Mit den Jahren war Monika eine Ver­besserung der Situation rund ums Platzl ein echtes Herzensanliegen geworden. Sie hatte zwar selbst wenig Zeit sich zu enga­gieren – mehr als eine Unterschriftenaktion vor einigen Jahren war einfach nicht drin­nen. Erstmals wieder aufgetaucht ist das Thema, als ihr eine Freundin erzählt hat, dass sie sich in einer Gruppe der Lokalen Agenda (ein wienweites Beteiligungspro­jekt, das die neue Bezirksvorsteherin Silvia Nossek erstmals auch in den Bezirk geholt hat) für Themen in Gersthof engagiert.

Wenige Monate später hat ihre Freun­din ihr von der Planung erzählt, die sie und andere engagierte GersthoferInnen gemeinsam für ein neues Gersthofer Platzl erarbeitet haben. Dass die Agendagruppe mit ExpertInnen der Stadt arbeiten konnte, die ihre Vorschläge ernsthaft prüften und gemeinsam mit ihnen an Lösungen tüf­ telten – das hat Monika schon sehr beein­druckt. Und sie hatte das Gefühl, dass das Thema und die Gruppe ernstgenommen werden und wirklich etwas bewirkt werden kann. Die vielen Aktivitäten der Gruppe – die Entwicklung von Ideen, der Kontakt mit Geschäftsleuten und AnrainerInnen, das veranstaltete „Ideen­Fest“ direkt vor Ort – das alles hat sie sehr bewundert.

Die Gruppe war richtig stolz auf ihre Arbeit, Silvia Nossek hatte als Bezirksvor­steherin das Projekt von Anfang an un­terstützt, Grüne und Neos signalisierten Zustimmung – Monika und ihre Freun­din stellten sich schon das Platzl mit den neuen Bäumen vor, und wie sie sich in Zu­kunft die neuen Bänke als Treffpunkt mit ihren Enkelkindern ausmachen würden.

Doch es folgte ein anstrengendes und ernüchterndes Jahr. Anfangs konnte Mo­nika noch nachvollziehen, dass die anderen Bezirksparteien breitere und intensivere Diskussion forderten. Sie ging extra zur BürgerInnenversammlungen und hat dort selbst mit vielen Menschen diskutiert. Sie war froh, dass die Bezirksvorsteherin da­für sorgte, dass alle Bedenken und Fragen angesprochen wurden, dass die ExpertIn­nen Stellung bezogen, dass Änderungs­vorschläge bearbeitet wurden. Und sie fand es auch gut, dass das Projekt mittels Verkehrssimulationen nochmals nach allen Regeln der Kunst abgeklopft wurde.

Als sich jedoch abzeichnete, dass die an­ deren drei Parteien immer noch dagegen waren – ohne richtige Argumente, ohne Alternativvorschläge, ohne irgendeine andere Idee – verstand sie die Welt nicht mehr. Plötzlich spürte sie, was Politikver­drossenheit bedeutet, und dass sie eigent­lich gar nichts mehr davon wissen wollte.

Und dann eine zufällige Begegnung mit Silvia Nossek. Bezeichnender Weise am Platzl. Die Bezirksvorsteherin hat ihr ver­sichert, dass sie nicht zulassen wird, dass das Projekt in der Schublade verschwindet. Dass sie weiter für seine Umsetzung kämp­fen wird. Und dass es in der Politik manch­mal einen langen Atem braucht. Das hat Monika wieder zuversichtlich gemacht.

Und sie hat von dem Gespräch auch ihrer Freundin aus der Agenda Gruppe erzählt und sie gebeten, nicht aufzuge­ben und weiter dafür zu kämpfen, dass das Gersthofer Platzl besser wird. Und sie weiß jetzt, was sie die nächsten Wochen und Monate tun wird: Möglichst viele Men­schen davon überzeugen, dass sie bei der Wahl im Herbst Grün wählen und damit Silvia Nossek als Bezirksvorsteherin stär­ken. Damit das Gersthofer Platzl irgend­ wann doch ein sicherer und lebenswerter Ort wird – das Grätzlzentrum, das sich Gersthof verdient.​​

​Mehr Lebensqualität für das Grätzlzentrum Gersthofs

Die Gersthofer Straße von der Verkehrs­ hölle zum Lebensraum machen – das ist schon lange ein wichtiges Anliegen der Währinger Grünen. Als im Rahmen der Agenda Währing​ eine Gruppe engagierter BürgerInnen einen Plan für ein attraktives und sicheres Gersthofer Platzl entwi­ckelte, war klar, dass wir diese Initiative unterstützen.

Die vorliegende Planung würde viele Probleme am Platzl substantiell verbes­sern:

Fünf neue Bäume und Pflanzbeete bringen Schatten und Grün, für die vielen Menschen, die hier unterwegs sind, ist es nicht mehr so eng, Bänke und ein Trinkbrunnen machen das Platzl zusätzlich attraktiv. Damit wird auch der Markt aufgewertet.

Es gibt mehr Sicherheit und Komfort beim Zu-Fuß-Gehen, Einkaufen und Umsteigen: Die Gehsteige  werden an einigen wichtigen Stellen breiter, die Querungen über die Gersthofer Straße damit kürzer, und man hat länger Grün.

Auch die Querung zwischen Markt, Straßenbahnhaltestellen und  Billa wird baulich verbessert und damit wesentlich übersichtlicher und siche­rer. Ebenso beim Tchibo.

Die Autobuslinie 10Abekommt eine längere Busspur und bei der Halte­stelle vor der S45 eine überdachte Wartehalle.

Durch die Busspur bzw. einen Rad­ streifen  wird  der  Autoverkehr auf Seite des Marktes von den Zu-­Fuß­ Gehenden weiter abgerückt.

Für den Autoverkehr bleiben alle bestehenden Abbiegemöglichkeiten und Fahrrelationen erhalten, nur die Geschwindigkeiten werden verträglicher, kein Gedränge und keine Über­holmanöver mehr.

Dieser Vorschlag wurde nun  über ein Jahr lang breit diskutiert. Die Be­zirksvertretung hat sich intensiv damit auseinandergesetzt, und es gab Übereinstimmung, dass das Projekt eine wesentliche Verbesserung am Platzl bringen würde. Umso ernüchternder, dass das Projekt letztlich keine Mehrheit fand. Doch wir werden weiter dran blei­ ben und dafür sorgen, dass das Projekt nicht in der Schublade verschwindet.​