Klimakrise: Habe immer das große Ziel vor Augen | Silvia Nossek

Silvia Nossek

In der Corona-Krise erleben wir seit nun bald zwei Jahren, wie abhängig wir voneinander sind. Wie sehr wir darauf angewiesen sind, dass auf allen Ebenen Verantwortung übernommen wird. Und dass wir auch Veränderungen in unserem Leben akzeptieren, wenn es darauf ankommt.

Schon in der Corona-Krise tun wir uns schwer, in Kurven und Graphiken dargestellte Entwicklungen ernst zu nehmen. Uns vorzustellen, was das genau bedeutet und warum es so dringend ist, JETZT zu handeln. Und noch schwerer fällt uns das offenbar in der Klimakrise.

Um die Dimensionen nochmals bewusst zu machen: Wenn wir weiter so wenig tun, wird die Temperatur noch in diesem Jahrhundert um mehr als 3 Grad steigen. Das klingt harmlos. Aber stellen Sie sich vor, Ihre Körpertemperatur erhöht sich um 3 Grad. Dann haben Sie hohes Fieber und sind schwer krank. Und auf Dauer wird Ihr Körper diese Belastung nicht verkraften.

Ähnliches bedeutet im Großen die Klimakrise: Überschwemmungen in Deutschland, Tornados in Tschechien, Waldbrände in Australien und auf der Rax – die Hinweise, dass da etwas aus dem Gleichgewicht gerät, sind nicht zu übersehen. Laut KlimaforscherInnen haben wir noch genau eine Chance, die Klimakatastrophe abzuwenden: Wenn es ein Projekt ist, das alle erfasst. Wenn alle in ihrem Bereich das Mögliche tun.

Die Pötzleinsdorfer Allee
Die Pötzleinsdorfer Allee

Das versuchen wir auch in Währing mit ganzer Kraft: Seit einigen Jahren ringen wir um den Erhalt des Baumbestands im Bezirk. Nach der dringend notwendigen Sanierung der Alsegger Straße steht nun die Rettung der Pötzleinsdorfer Allee an – ein Mammutprojekt, das uns 2022 und 2023 beschäftigen wird.

Doch es liegt in unserer Verantwortung, diese für das Ortsbild von Pötzleinsdorf und als Frischluftschneise für ganz Wien so wichtige Allee für die Zukunft zu erhalten. Und wir müssen es beim Klima-Sorgenkind Nummer 1, dem Verkehr, dringend schaffen, gemeinsam weniger Auto zu fahren. Dazu gehört, dass mehr Menschen öfter Lust bekommen, mit dem (E-)Fahrrad unterwegs zu sein.

Deshalb werden wir mit der Sanierung der Pötzleinsdorfer Allee auch eine Radverbindung vom Schloßpark bis zum Türkenschanzplatz schaffen. Und so ein wichtiges Teilstück für eine Radroute bis zum Gürtel.

Und auch am anderen Ende des Bezirks, in der Jörgerstraße, schaffen wir eine substantielle Verbesserung für Fuß- und Radverkehr und bringen mit 16 Bäumen viel Grün in diesen bisher grauen Straßenzug.

Bei all diesen Veränderungen bitte ich dich: Habe immer das große Ziel vor Augen. Lass uns die Herausforderung annehmen. Arbeiten wir gemeinsam für eine Zukunft, in der wir und unsere Kinder und Enkelkinder ein gutes Leben haben.

Mehr zur Sanierung der Baumallee findest du hier … Und Infos über die Radverbindung nach Pötzleinsdorf gibt es hier … Als Grünen machen wir am Mittwoch, den 19. Jänner um15 Uhr einen Spaziergang um uns ein Bild vom Zustand der Bäume in der Pötzleinsdorfer Allee unter sachkundiger Führung zu machen (Treffpunkt: Endstelle der Linie 41. Dauer ca. eine Stunde, nur bei trockenem Wetter). Infos über die Ausstellung „Klimafitte Pötzleinsdorfer Straße“ gibt es hier …

Silvia Nossek, Bezirksvorsteherin


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