Besser Radfahren in Gersthof und Pötzleinsdorf | Silvia Nossek

Silvia Nossek
Silvia Nossek

Vor einigen Tagen war es endlich soweit: Wir haben den neuen Radweg von der Endstation des 41ers in Pötzleinsdorf bis zur Erndtgasse eröffnet. Damit ist ein weiterer Schritt für sichereres Radfahren in Währing getan. Egal ob man mit den Kindern per Fahrrad zum Pötzleinsdorfer Schloßpark fährt oder mit dem Lastenrad zu einem der Geschäfte in der Gersthofer Straße.

Und ganz nebenbei sanieren wir auch die Allee in der Pötzleinsdorfer Straße. In mühsamer Kleinstarbeit wurde die Erde rund um die Bäume gelockert, größere Baumscheiben geschaffen, mit neuem Erdreich aufgefüllt und einer Bewässerung versehen.

Dass der Asphalt des neuen Radwegs teils sehr grobkörnig ist, ist Absicht. Durch diesen großporigen, wasserdurchlässigen Drainasphalt kann das Regenwasser in den Wurzelbereich der Bäume einsickern. Damit bekommen die Bäume zusätzlich Wasser – höchst notwendig bei den aufgrund der Klimakrise stetig abnehmenden Niederschlagsmengen.

Die Flächen zum Auto-Abstellen sind baulich so hergestellt, dass sie legal genutzt werden können (das war bei den bisherigen „Parkplätzen“ nicht der Fall) und mit einem Sicherheitsabstand zu den Bäumen auch baumverträglich. Sie sind so bemessen, dass gut ein- und ausgeparkt werden kann, ohne die neu hergestellten Grünflächen rund um die Bäume zu befahren. Leider unterschätzen die meisten Autofahrenden, wie sehr jedes Befahren dort den Boden verdichtet und oft sogar die Baumwurzeln schädigt.

Der erste Teil der Baumstandortsanierung ist abgeschlossen, die Arbeiten auf der anderen Seite der Pötzleinsdorfer Straße folgen in den nächsten Monaten. Nachdem dort „nur“ die Baumstandorte saniert werden und kein Radweg kommt, werden die Arbeiten aber wesentlich rascher, voraussichtlich im Mai 2023, abgeschlossen sein. Und die 107 Linden (einige davon stammen noch aus dem 19. Jahrhundert) werden hoffentlich auch unseren Kindern und Enkelkindern noch lange Schatten spenden.

Lust bekommen, dir das Ganze live anzuschauen? – Am besten bei einer Radtour in den Pötzleinsdorfer Schloßpark? Als Motivation gibt es unten noch ein paar Fotos.

Und wenn du wissen willst, was sonst noch in den letzten Monaten in Währing passiert ist, empfehle ich dir unsere neue Podcastfolge. Da erzählen Marcel Kneuer und Raphaela Veit nicht nur über das Projekt in der Pötzleinsdorfer und Gersthofer Straße, sondern auch erzählen über Bücherschränke, Kulturprojekte, das jüdische Währing, die neue Strecke des 42A und das neue Projekt Schulgasse / Kutschkermarkt, Die aktuelle Folge der Währing Storys kannst du hier hören und auf allen gängigen Plattformen wie Apple Podcast, Spotify, Deezer und Youtube.

Silvia Nossek, Bezirksvorsteherin

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