Kutschkermarkt 2.0 – Mehr Platz für den Markt

Links und rechts leuchtet frisches Gemüse, eine Marktfrau schlichtet ihr Obst nach und lobt lautstark ihre Pfirsiche: „Frische Pferscha hob‘ i do!“. Beim Blumenstand summen die Bienen, es riecht nach Lavendel und frischer Erde. Die Wege sind voll von Menschen, die die besten Stücke ergattern wollen. Ein Dienstmädchen hüpft zur Seite, als vor der Staudgasse Fässer von einem Pferdefuhrwerk rollen.

Bezirksvorsteherin Silvia Nossek mit einem Standler am Kutschkermarkt

Halt!? Wir sind im falschen Jahrhundert … jedoch am richtigen Ort: am Kutschkermarkt. Den bekanntesten Markt Währings gibt es seit 140 Jahren. Damals war er deutlich größer – und so soll es auch in Zukunft wieder sein.

Der Kutschkermarkt, quasi das Herz des Bezirks, quillt derzeit förmlich über. Vor allem samstags, wenn am Bauernmarkt regionale Produkte angeboten werden, ist der Einkauf am Markt für viele Währingerinnen und Währinger ein beliebter Start ins Wochenende. Dann drängen sich diejenigen, die einkaufen wollen, neben jenen, die auf einen kurzen Tratsch stehen bleiben, und zwischendrin auch noch die, die einen freien Tisch in einem der Schanigärten suchen.

Es braucht mehr Platz

Vier Stände (zwei auf jeder Seite) erweitern den fixen Markt über die Schulgasse Richtung Schopenhauerstraße. Die Verbindung über das Plateau Schulgasse wird dabei als kleines Grätzlzentrum autofrei gestaltet. Ein Trinkbrunnen, Sitzgelegenheiten und schöne Bepflanzung werden zum Sitzen, Ausruhen, Freunde-Treffen einladen. Der neue Marktbereich wird zudem niveaugleich gepflastert. Die neuen Marktstände bekommen eine zeitgemäße Infrastruktur. Anders als beim bisherigen Markt werden diese an Wasserund Kanal angeschlossen, die Baustelle wird auch genutzt, um einen notwendigen Tausch der Wasserleitung in der Kutschkergasse zwischen Schulgasse und Schopenhauerstraße durchzuführen.

Noch mehr Bauernmarkt

Auch der samstägliche Bauernmarkt wird in Zukunft größer und attraktiver: Anschließend an die neuen fixen Marktstände wird er über die Schopenhauerstraße bis zur Staudgasse reichen und bekommt mit Stromanschlüssen eine bessere Infrastruktur. Durch die 17 neuen Bäume, die allein in der Kutschkergasse gepflanzt werden, wird es in Zukunft auch für den Bauernmarkt Schatten und Grün geben. Und auch in diesem Teil des Marktes wird man in Zukunft die erstandenen Köstlichkeiten auf neuen Sitzgelegenheiten gleich genießen können.

Der Zeitplan

In den letzten Wochen hatten AnrainerInnen und MarktbesucherInnen die Möglichkeit, sich über das Projekt zu informieren und Anregungen einzubringen. Wenn alles nach Plan läuft, werden kommendes Jahr im März die Bauarbeiten beginnen und im Herbst mit der Pflanzung der Bäume abgeschlossen. Ab Herbst 2023 wird zumindest an Samstagen das Marktleben in der Kutschkergasse wieder bis zur Staudgasse reichen, wie schon vor 140 Jahren.

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