Der Aumannplatz – ein urbaner Platz mit Potential für mehr
Parallel zur Gleiserneuerung im Frühling wird der im Jahr 2022 begonnene Beteiligungsprozess für eine Umgestaltung des Aumannplatzes weitergehen.
Ursprünglich war er ein Dorfanger, der Aumannplatz – zwischen Weinhaus und Währing gelegen, mit einer Gemeinschaftsweide zum Gänse-Halten und als Treffpunkt zwischen den Dörfern.
Heute ist der Aumannplatz ein urbaner Platz, mit einem hervorragend und durchgängig erhaltenen Gründerzeitensemble – das hat Seltenheitswert! Und was bei aller Urbanität geblieben ist: Auch heute liegt der Platz verbindend in der Mitte. Vom Cottage und vom Kreuzgassenviertel, von Weinhaus und aus Innerwähring – aus allen Richtungen strömen Menschen auf den Platz, queren ihn in unterschiedlichster Richtung, beleben Geschäfte und Lokale begegnen einander. Und viele schätzen auch die ruhige, grüne Mitte, genießen im Frühling die Sonne im Gesicht und im Sommer den Schatten der Bäume.
Dass im Aumannplatz noch viele ungehobene Potentiale schlummern, hat der Beteiligungsprozess in den Jahren 2022 und 2023 gezeigt. Da wurde ausprobiert, der Platz als Bühne, Werkstatt, Picknickwiese, Diskussionsort und lange Tafel getestet. Und es wurde viel über die notwendige Veränderung diskutiert.
Mit Abstand am häufigsten genannt wurde der Wunsch nach Verkehrsberuhigung, gefolgt von mehr Grün und Platz für mehr und vielfältigere Nutzungen. Es stört besonders, dass der Zugang zur grünen Ruhe-Insel in der Mitte derzeit mehrfach behindert wird: Der schnelle, mehrspurige Autoverkehr macht die Querungen schwierig, die abgestellten Autos sind eine zusätzliche Hürde. Insgesamt verschwindet der urbane Platz mit seinem schönen Gebäudeensemble gewissermaßen angesichts des überdimensionierten Kreisverkehrs, als den ihn viele wahrnehmen.
Für die vielen Menschen, die sich beteiligt haben, und für uns steht fest: Dieses Juwel von einem urbanen Platz wollen wir freilegen! In den letzten Jahren haben wir schon viel im Umfeld verbessert: Es gibt einen Radweg von Gersthof zum Aumannplatz und damit eine durchgängige Radverbindung von Pötzleinsdorf zum Gürtel. Es gibt neue Bäume und mehr Grün in der oberen Währinger Straße. In der Paulinengasse und Lacknergasse haben umgedrehte Einbahnen das Verkehrsaufkommen rund um die ansässigen Schulen erheblich reduziert.
Was jetzt noch kommt, ist ein überfälliger Gleistausch durch die Wiener Linien im Frühsommer (siehe Box). Und dann ist endlich Zeit, die Umgestaltung des Aumannplatzes wieder in Angriff zu nehmen!
Schon im Mai wird das erste Grobkonzept des beauftragten Planungsbüros vorliegen und direkt am Aumannplatz präsentiert. Anrainer*innen, Nutzer*innen und Interessierte können sich vor Ort informieren und Rückmeldung dazu geben. Eine weitere Möglichkeit zum Feedback wird es dann voraussichtlich im September zu dem dann hoffentlich schon weit gediehenen Plan geben.
Am Ende des Jahres werden Planung und Kostenschätzungen auf dem Tisch liegen. Dann werden wir je nach finanziellen Möglichkeiten und unter Berücksichtigung einer sinnvollen Bauabwicklung entscheiden, ob und wann und in welchen Etappen eine Umsetzung erfolgt. Damit wir den Aumannplatz hoffentlich bald als wiederentdeckten urbanen Treffpunkt im Zentrum von Währing nutzen können!
Forum Aumannplatz: Mitreden bei der Neugestaltung
Ab Mai zeigt eine Pop-up-Ausstellung am Aumannplatz den jeweils aktuellen Planstand zur Neugestaltung– mit der Möglichkeit für Rückmeldungen
und an folgenden Terminen auch für Diskussion und direkte Fragen an Planer*innen, Expert*innen der Stadt, Gebietsbetreuung und Bezirkspolitik:
Dialogtermine am Aumannplatz
Di, 12. Mai 2026, 16:30 – 19 Uhr
Präsentation des Grobkonzepts
Do, 17. Juni 2026, 16:30 – 19 Uhr
Sprechstunde zum Grobkonzept
Mi, 16. September 2026, 16:30 – 19 Uhr
Präsentation der Planung
Die Ausstellung zur Neugestaltung ist bis Ende Oktober direkt am Aumannplatz zu sehen. Kommen Sie vorbei, informieren Sie sich über die Pläne für den Aumannplatz und bringen Sie Ihre Fragen und Anregungen ein.
Gleistausch der Wiener Linien am Aumannplatz
Wann: Ende April bis Anfang Juli 2026
Was: Die Gleise von 40er und 41er zwischen Argauergasse und Köhlergasse werden getauscht, inklusive Tausch des gesamten Gleisbetts. Ein schalldämmender Oberbau macht die Straßenbahn in Zukunft leiser. Die Schienen werden außerdem in der Gentzgasse entlang des Aumannplatzes leicht nach außen verlegt. Autos fahren damit in Zukunft von Beginn an auf den Gleisen, riskante Überholmanöver werden vermieden. Und auch die Querung bei der Türkenschanzstraße wird sicherer.
Verkehrsorganisation währenddes Gleistausches:
Die Linien 40 und 41 werden für die Bauzeit zwischen Gersthof und Gürtel über die Kreuzgasse umgeleitet, die Linie 42 wird für diese Zeit eingestellt, die Linie 9 fährt nur bis zur Antonigasse. Für die Strecke zwischen Gürtel und Gersthof entlang der Gentzgasse bzw. Währinger Straße wird ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Schienenersatzverkehr und Individualverkehr werden rund um den Aumannplatz kleinräumig umgeleitet.

